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Wissensmanagement 1

11. Januar 2010

Es ist banal, aber die moderne Technik erlaubt eine gigantische Informationsflut die kaum oder eher nicht mehr zu bewältigen ist. In Unternehmen landen mehr als 95% der Informationen im Müll.

Prof. Probst, Uni Genf: „Überlebensfähig werden langfristig nur jene Unternehmen sein, die den effektvollen Umgang mit der wertvollen Ressource Wissen in ihre strategischen Überlegungen mit einbeziehen.“

Das unangenehme Wort in dem Zitat oben ist aber „strategisch“. Dann erfordert die Ressource Wissen ein professionelles Management als Konsequenz. Wissen sieht man aber nicht in den Bilanzen, es gibt nur unzureichende Kennzahlen und die interessieren Niemanden. Auch die „Leanomanie“ der Zeit führt oft zu einem „lean knowledge“.

In Unternehmen wird durchschnittlich nur 10 bis 15% des vorhandenen Wissens genutzt. Ideen sind oft vorhanden aber verpuffen. Recherche und Projekte werden voneinander getrennt betrieben. wichtiges Wissen geht Unternehmen unwiederbringlich verloren, weil einzelne Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.

Das Alles kann man nicht mit einem cleveren EDV System lösen, der Ansatzpunkt ist der Mensch. Normalerweise haben die Mitarbeiter einen Großteil des Wissens eines Unternehmens in ihren Köpfen. Dies führt dazu, dass Unternehmen von diesen „Know-Bodies“ abhängig werden.

Aus einer (humorvollen?) Liste von www.ratio.at :

  • Wir bilden unsere Mitarbeiter gründlich aus – aber lassen sie ihr Wissen nicht anwenden
  • Wir lernen am meisten in Projekten – aber geben die gemachten Erfahrungen nicht weiter
  • Wir haben für jede Frage einen Experten – aber die wenigsten wissen, wie man ihn findet (und wenn, hat er keine Zeit)
  • Wir dokumentieren alles gründlich – aber finden nichts wieder
  • Wir engagieren nur die hellsten Köpfe – aber verlieren sie nach 3 Jahren an die Konkurrenz
  • Wir wissen alles über unsere Konkurrenten – aber nur wenig über uns selbst
  • Wir fordern jeden zur Wissensverteilung auf – aber behalten kritisches Wissen für uns

Hier hilft nur eine klare Vorgangsweise: Aus der Firmenstrategie und den Kernkompetenzen ein Wissensziel definieren und daraus

  • Identifikation von Bereichen in denen man Wissen benötigt
  • Wissen erwerben
  • Wissen entwickeln
  • Wissen in der Firma verbreiten und nutzen

Klar, das vorhandene Wissen muss auch bewahrt werden. Klar aber nicht einfach.

(Fortsetzung bald 🙂

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