Archive for Februar 2013

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Ich habe es gewusst, das geht schief!

25. Februar 2013
498312_web_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.deIntuitive Menschen haben einen zusätzlichen Informationskanal?

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Intuitive Menschen haben einen zusätzlichen Informationskanal?

Haben Sie das auch schon einmal gesagt oder gedacht? Damals haben Sie sich sicher geärgert! Ich denke da liege ich richtig. Das ist die schlechte Nachricht.

Nun die gute Nachricht: Sie liegen falsch! (ich muss grinsen indem ich das schreibe) Wenn Sie sich nämlich denken „Ich habe es gewusst, das geht schief!“, dann heißt das mit anderen Worten Sie hatten eine zutreffende Ahnung. Hoppla – Sie sind ein erfolgreicher Antizipierer, Sie haben ein hohes Potential an Intuition! Haben Sie das schon einmal so gesehen? Mit anderen Worten brauchen Sie das „nur“ umzudrehen – gehen Sie ihren „positiven“ Intuitionen nach, geben Sie ihnen Raum, beachten Sie sie – Ihre Intuition, Ihre Gedanken was kommen könnte, wie sich etwas entwickeln könnte, was eine erfolgreiche Entwicklungslinie ist.

Intuition ist wie ein Muskel der trainiert werden will, oder anders ausgedrückt: schenken sie Ihrer Intuition Beachtung und sie wird Sie beachten und lauter werden.

Bitte aber klein anfangen – nicht (sofort) Ihr gesamtes Erspartes beim Roulett auf 22 setzen nur weil Sie die Intuition haben – da bekommen Sie Probleme, mindestens mit Ihrem Partner – Sie sind ja keine Landesregierung. Also trainieren Sie für sich an kleinen Aufgaben: wie viele Mails kommen wenn ich auf „Empfangen“ drücke, welcher Aufzug kommt wenn ich „rufe“ etc.

Achten Sie dabei woher die Information zu kommen scheint: „hören“ Sie es in Gedanken, „sehen“ Sie einen 3er in Gedanken oder spüren Sie die Antwort im Bauch? Langsam werden Sie immer besser werden – sicher! Und warum sollen Sie diesen Informationskanal nicht nutzen? Pst – Sie brauchen es ja nicht weiterzuerzählen – ich erzähle es auch niemandem!

Eine schlichte Wahrheit zum Schluss: ein Informationskanal sollte wenige Störungen haben, ein Sender den Sie nur unter Krachen und Rauschen empfangen ist schwer zu verstehen – richtig? Also brauchen Sie Ruhe um auf Ihre Intuition zu „hören“ – zumindest einige 10 Sekunden. Ist doch von uns allen eine erlebte Wahrheit: die Tollen Gedanken kommen uns am WC oder in der Dusche…

Viel Erfolg bei der nächsten (radikalen) Innovation

Gottfried Schaffar

PS.: http://goo.gl/zFeCl – schon gelesen?

PPS.: dieser Artikel ist inspiriert von einem Vortrag John Holland und einem Buch von Caroline Myss

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Spiel – Arbeit

17. Februar 2013
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Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Arbeit und Spiel? Nur dass wir uns in der Arbeit (brav) quälen und das Spiel Spaß macht? Aber Spiel kann auch sehr anstrengend sein – na und? Allerdings sagt man bei uns manchmal Spiel wenn es beinhart ist: Fußball spielen, Geige spielen,… also für mich wäre das mehr als quälende Arbeit. Und da sind wir schon beim Thema: der Unterschied zwischen Spiel und Arbeit ist individuell sehr verschieden.

Wieso ist das für unser Thema Intuition so wichtig: weil der „wirkliche“ Unterschied zwischen Spiel und Arbeit die Kontrolle oder die Freiheit von Kontrolle ist. Alles was wir (erfolgreich) kontrollieren mündet in etwas bekanntem – das war ja implizit der Kontrollrahmen. Wenn wir (beruflich oder sonst) etwas Neues suchen brauchen wir keine Kontrolle – das alleine führt zu Neuem – oder?

Interessanterweise ist daran auch der Spaß gebunden – ohne Kontrolle strengen wir uns manchmal sehr an und es ist kein Problem. Übrigens ist das auch in einem Konzert der völlige Unterschied: da ist eine Formation mehr als virtuos und eine andere, der macht es einfach Spaß. Als Zuhörer fühlt man den Unterschied – von der zweiten Formation kaufen wir uns vielleicht sogar eine CD.

Zusammenfassung: wenn alles geregelt ist, ist nix mit Innovation – oder? Und Spaß macht es auch nicht. Also wenn es keinen Spaß macht ist Minderleistung angesagt – das sagen alle Studien. Die Leute die nur wegen dem Geld in der Firma sind, ja das sind Hingestellte und keine Angestellte (außer in der Kantine) keine Mitarbeiter.

Innovationsmanagement ist entweder eine Art Koan oder bezieht sich nur auf das Managen von vorhandenen (Innovationen) Ideen.

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

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Innovation – Kinderarbeit?

10. Februar 2013

Was hat Innovation mit Kinderarbeit zu tun? So gesehen wenig. Es ist auch mitunter kein Kinderspiel eine Innovation auf die Reihe zu bringen. Also was soll der Titel? Es ist die kindische Art wie manchmal ein Betriebsklima plötzlich innovationsfeindlich gemacht wird:

Die Suche nach dem Schuldigen

Warum wird nach einem Schuldigen gesucht? Weil man(n) nicht schuld sein will. Warum will man nicht schuld sein – weil man die Verantwortung für das eigene Tun (noch) nicht übernommen hat. Man stellt sich als Kind hin und behauptet es war der „Franzi“? Also was soll das Ganze? Warum stehen wir als Mitarbeiter und als Vorgesetzte nicht zu den Entscheidungen, die wir in der Vergangenheit getroffen haben? Einfach „ja, ich war es und es ist schief gegangen!“ sagen? Wenn ich als Externer so einen Satz sage – und manchmal geht etwas schief – dann werde ich wie ein „Dinosaurier“ oder wie ein „Marsmensch“ betrachtet. Offensichtlich hat das längere Zeit keiner in diesem Gremium gesagt.

Also in meinem Honorar ist auch die Übernahme meiner persönlichen Verantwortung enthalten. Offensichtlich bei manchen (leitenden?) Angestellten nicht? Wofür ist dann die Leitungszulage? Wieso bekommt der Leitlöwe dann die Weibchen?

Also sind wir nicht kindisch selektiv: das Lob wollen wir aber die Verantwortung nicht? Das gehört zusammen, und wenn man in einer Firma einen Schuldigen braucht begibt man sich auf die Ebene einer (österreichischen) politischen Partei – wollen wir das?

Gemeinsam eine Idee gut finden, die Innovationsentwicklung starten … ja, manchmal geht es eben nicht gut.

Es wäre eine lange, lange Erörterung wert was Schuld ist und ob dieses Konzept stimmig ist.

Viel Erfolg als Erwachsener

Gottfried Schaffar

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Eine andere Sichtweise

4. Februar 2013

Ich darf aus dem Augustin 334 zitieren: „Sie haben selbst beobachtet, dass jemand das Geld von Bettelnden einsammelt? Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse, sondern informieren Sie sich genau: Diejenigen, die am häufigsten das Geld von BettlerInnen einkassieren, sind PolizistInnen! Damit ihnen die Polizei das Geld nicht abnehmen kann, geben BettlerInnen innen ihr Geld an FreundInnen oder Verwandte. Bettelnde Menschen organisieren sich untereinander, damit sie leichter überleben können: Sie mieten gemeinsam Quartiere, reisen zusammen aus ihren Herkunftsorten an oder bleiben während des Bettelns beisammen, um sich zu schützen. Das ist eine Form der Selbstorganisation und keine ausbeuterische Mafia!“ (Zitatende)

Eine andere Sichtweise ist immer wertvoll, eine Bereicherung – ich muss mich ja nicht immer der „anderen“ Meinung anschließen. Andere Sichtweisen sind oft der wirkliche Schüssel zur Entwicklung einer Innovation. Das die „andere“ Sichtweise des Kunden ein wesentlicher Punkt ist dürfte sich ja schon ziemlich weit herumgesprochen haben. Aber sehen Sie das Problem einmal aus der Sicht

  • der Produktion
  • des Designs
  • des Managements (Sie müssen ja Ihre Idee „verkaufen“), aber auch aus der Sicht
  • der Haltbarkeit
  • der Festigkeit
  • der Physik
  • …usw., aber was unserer Erfahrung sehr effektiv ist aus Sichtweisen die Ihnen vielleicht künstlich oder aufgesetzt erscheinen – aus der Sicht
  • des Ladendiebes
  • eines Kabarettisten
  • eines Pensionisten
  • eines Politikers
  • eines Sängers
  • eines Astronauten

Ja und interviewen Sie – wenn möglich – so Jemanden wirklich!

Ich gebe zu, der zweite Teilbereich macht sehr viel mehr Spaß. Versuchen Sie es einfach mit Kollegen und lassen Sie die Tonaufzeichnung Ihres Mobiltelefons mitlaufen. Aber sagen Sie es den Kollegen auch das Sie aufnehmen. Ja, noch etwas: probieren Sie die Tonaufnahme aus – selten verwendete Features sind meist sehr schlampig programmiert – konsequent der 80 – 20 Regel. (Oder gehen Sie auch mit dieser Regel hausieren?)

Viel Spaß und viel Erfolg

Gottfried Schaffar

PS.: Tipp: Wenn Sie das noch nicht überzeugt, lesen Sie mehr auf der Seite der BettelLobbyWien, schauen Sie sich den Film «Natasha» von Ulli Gladik über eine bulgarische Bettlerin an oder bitten Sie bettelnde Menschen, Ihnen mehr über Ihre Lebensbedingungen und Erfahrungen in Wien zu erzählen. (der Teil PS. Ist ebenfalls ein Zitat aus dem Augustin 334)