Archive for September 2013

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Da bin ich dagegen…

23. September 2013

Ja, darf er den das? So einfach dagegen sein? Oder etwas nicht glaubt, oder einfach eine andere Idee hat?

In vielen Firmen gibt es keine Dissenskultur (und in den Parteien schon gar nicht – das habe ich persönlich verifiziert). In der über 20 Jahre (!) gelaufenen Tetlock-Studie ist es klar herausgekommen: die anerkannten Experten vertreten mit Energie (Macht) ihre Meinung, für andere Meinungen ist da wenig Platz, ja die „Abweichler“ riskieren mit einer abweichenden Meinung einiges. (Einschub: übrigens, wenn die Experten durch die Wirklichkeit vom Gegenteil „belehrt“ werden haben sie ihre Anfangsmeinung schon vergessen oder behaupten schon immer gesagt zu haben… Äh, kommt das jemandem bekannt vor?)

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segovax @ pixelio.de

Die Psychologin Charlan Nemeth die sich seit 25 Jahren mit dem Thema Innovation und Querdenken beschäftigt, hat den Effekt von Menschen untersucht die in Gruppen die vorherrschende Meinung in Frage stellten. In homogenen Gruppen tendieren zu Extremismus – eine vorherrschende Meinung wird sehr stark vertreten.  So tendieren Geschworenengruppen absolut nicht zu einem Mittelmass beim Strafausmaß sondern zu Extremen. Die Gruppe redet sich in etwas hinein. Ich denke den Effekt kenn jeder von unzähligen Besprechungen (bei denen Ich nicht dabei war?). Es bildet sich also normalerweise ein Gruppendruck auf, in dem niemand mehr etwas anderes sagen möchte, auch wenn  er so denkt. Diese Mitglieder der Gruppe denken nämlich meistens, dass sie die Einzigen mit einer solchen abweichenden Meinung sind.

Der „Störenfried“ wirkt, nach den Forschungen von Charlan Nemeth, wie ein Katalysator. Plötzlich trauen sich auch andere Gruppenmitglieder aus der Deckung heraus und es wird eine „vernünftige“ Diskussion. Eine Minderheitenmeinung führt nämlich dazu, dass die Angelegenheit neu überdacht wird, neue Informationen beschafft werden, dass man darüber schläft.

Querdenker sind also sehr nützlich, aber nicht bequem. Querdenker riskieren natürlich in einer Firma einiges. Wenn man den Chef aus der Komfortzone holt, dann macht man sich wahrlich nicht Liebkind. Ja und der Umsatz wäre sowieso in die Höhe gegangen – oder?

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

PS.: Idee aus „Die Kunst des Querdenkens“ von Jürgen Schäfer

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Der Turbo zur Innovation „More Like Yourself“

9. September 2013

Wir passen uns oft an die Erwartungen von Kunden, Freunden und Partnern an. Daran ist nichts aus zu setzte, aber Ihrer Innovationskraft schadet das ganz sicher. Wir überlegen uns oft wie wir erfolgreicher sein können. Ich darf aus dem letzten „Easeletter“ von Alan Cohen zitieren:

The answer to all of these questions is the same:  Be who you are. Be more of who you are. Be all of who you are.  Your greatest career and relationship asset is authenticity. To the extent that you are true to your passions, skills, and intuition, you will succeed gloriously. If you compromise, lie, over-adapt, or sell out, you will still be wandering and wondering “What should I do?”  There is really only one answer to “What should I do?”  Just be you. … I suggest that you do understand your own material, and that while there may be seeming quirks in who recognizes your identity and worth, the people who most matter will recognize who you are and what you bring to the party.

Zitatende

Ich gebe zu, der oben zitierte Text gilt nicht nur für Innovationen, er gilt für jede Beschäftigung, eigentlich für das ganze Leben. Darf ich eine Übung vorschlagen? Machen Sie sich die Wahrheit des oben stehenden Textes mindestens dreimal pro Tag klar.

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar