Archive for März 2014

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geheime Gründe warum Innovationen fehlen

29. März 2014

Ein Freund kommt zu Ihnen und erklärt ihnen kenntnisreich warum Sie Ihre Ernährung vegan umstellen sollten und welche guten Gründe es da gibt – nehmen wir einmal an. Was passiert dann? Sie surfen im Internet und suchen und finden 293+ Sites die das für Blödsinn halten. Super – ich brauche mich nicht zu ändern! Sie wollten eigentlich nur Ihr Rheuma wegbringen aber die unangenehmen Tabletten loswerden. Nein – ein Tee ist zu kompliziert. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Das ist in einer Firma ganz genauso. Sie fordern mit Ihrer Innovation ja auch eine Änderung – oder? Aber bequem muss es sein? Auf österreichisch heißt das „möchten tun ma schon, aber tun tu ma nicht“. Wenn es nicht so ist, ist die Diagnose „großer Leidensdruck“ und Leidensdruck ist im Grunde nicht gut für Innovationen da er im Schlepptau den Zeitdruck und den finanziellen Druck mitbringt. Und in der Situation „Druck“ ist es zu spät für grundsätzliche Innovationen.

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Fotolia – Mopic

Dazu kommt noch etwas Wichtiges: Sie werden befördert – Gratulation! Aber sicher nicht, weil Sie Ihren Vorgesetzten mit der Einstellung „ich stelle Alles in Frage“ und mit „nein, da habe ich eine andere Meinung“ aufgefallen sind (auf die Nerven gefallen sind). Das fängt meist schon in der Familie an „dauerndes Fragen“ provoziert manchmal keine „erklärenden Antworten“. Ist das in der Schule anders (außer in Sonntagsreden von so genannten Bildungspolitikern“?) – nein Fragen machen Arbeit, der Vortragende muss nachdenken (autsch), wird aus dem Konzept gebracht.  Oder haben Sie in einer Schularbeit, in der Sie eine ganz andere Meinung als der Lehrer vertraten, je eine gute Note bekommen? Aber das wäre z.B. in Deutsch durchaus möglich, eine andere Meinung zu einem Theaterstück zu haben. Glauben Sie mir, auf der Universität ist das genauso: „in Frage stellen – eigene Meinung haben und äußern – grundsätzlich andere Denkansätze vertreten“ ist unbequem – aber immerhin man darf bei den abschließenden Arbeiten kleine Verbesserungen zum anerkannten Kanon der Lehrmeinung äußern – aber nur wenn er in das Gedankenbild des Betreuers passt. Dem kann man nie mit Fakten begegnen – da kann ich viele internationale Beispiele geben – denn da stehen Karrieren am Spiel. Und wehe Sie sind einer anderen Meinung wie ein Nobelpreisträger.

Neues zu denken ist die Forderung der Innovation, aber Menschen werden so ausgesiebt, dass die Streichelweichen, die keine Arbeit machen überbleiben. Grundsätzliche Fragen sollen vielleicht nicht gestellt werden? Grundsätzliche Fragen können anerkannte Methoden in Frage stellen wie Könnten wir uns vom Mitbewerb abheben durch

  • Verzicht auf geplante Obsoleszen?
  • einen fairen Umgang mit dem Kunden?
  • einen fairen Preis?
  • faire AGBs

das ist nachhaltige Innovation – aber gefährlich.

Eine Umfrage von uns unter mehr als 2000 in der Wirtschaft aktiven Mitgliedern eines Forums, das Ethik auf seinen Fahnen geheftet hat, ergab die Bitte um faire AGBs genau eine Antwort.

Innovatoren die grundsätzliche Neuerungen bringen sind nicht komisch und sonderbare Käuze – ich denke sie wurden von der Umgebung dazu gemacht.

Viel Erfolg – Alles kann man trainieren!

Gottfried Schaffar

PS.: Learn to live independent of the good opinion of others – Dr. Wayne W. Dyer;
Als er endlich in einer Position war, in der er sagen konnte was er sich dachte, dachte er nur mehr an seine Position. – Autor unbekannt

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Motivation und Eigenantrieb zur Innovation?

24. März 2014

Ich denke es ist jedem meiner Leser klar, ohne Motivation gibt es keine (sinnvolle) Innovation. Wenn wir nicht motiviert sind ist uns die Innovation für die Firma völlig egal (außer Sie sind der Innovationsmanager). In der Zeitung Der Standard vom 8.2.2014 gab es einen guten Artikel, der zeigt wie Motivation durch die übliche Kommunikationsstruktur in einer Firma umgebracht wird. Ich finde den Artikel sehr lesenswert, wiewohl der Interviewte Herr Geramanis eine etwas schwer verständliche Fachsprache spricht. Hier ein Auszug:

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STANDARD: Herr Geramanis, wo liegt der Irrtum der landläufigen Vorstellung von Motivation?

Geramanis: In der Tatsache, dass sie überwiegend die Qualität von „Sei-spontan-Paradoxien“ haben. Es sind „Double-Binds“. Der Begriff kommt aus der Familientherapie und bezeichnet Kommunikationsformen, die in einem Rahmen stattfinden, der durch enge Bindung und hohe Anspannung gekennzeichnet ist, weil über allem die Angst vor „Straferwartung“ schwebt. Infolgedessen ist das Ziel der Betroffenen die Vermeidung von Strafe. Das Fatale daran ist: Obwohl es wie eine Einladung zu Spontaneität und Freiwilligkeit aussieht, ahnt man unterschwellig einen unausgesprochenen Subtext. Die eigene Unüberlegtheit wäre dann das Falscheste, was man tun kann. Diesen Sachverhalt finden wir nicht nur innerhalb von Familien, sondern eins zu eins bei Motivationssprüchen in Organisationen.

STANDARD: Haben Sie Beispiele?

Geramanis: Der Organisationspsychologe Oswald Neuberger nennt fünf solcher Double-Binds, inklusive ihrer unausgesprochenen Warnungen: Du sollst kommunizieren – aber in bestimmten Momenten nicht! Man darf Fehler machen – aber sie schaden der Karriere! Du sollst im Team arbeiten – aber entlohnt wirst du individuell! Du sollst vertrauen und informieren – aber keine schlechten Nachrichten nach oben melden! Du sollst Konflikte austragen – aber nicht mit deinem Chef! Das Dilemma ist klar: Auf welche Seite der Botschaft man auch reagiert, man kann es nur falsch machen. Derartige Pseudomotivationen zielen auf wünschenswertes individuelles Verhalten ab, das alles andere als spontan sein kann, weil es vor allem in einem erwarteten Sinn richtig sein muss.

STANDARD: Der verkannte Irrtum in Sachen Motivation ist demzufolge?

Geramanis: Die Verwechselung von Double-Bind-Kommunikation mit Motivation. Führungskräfte versuchen, das Dilemma zwischen dem, was sie sagen, und dem, was sie meinen, unsichtbar zu machen und etablieren dadurch eine Vermeidungs- und Misstrauenskultur. Mit dieser paradoxen Kommunikation wird das genaue Gegenteil von dem eigentlich Bezweckten erreicht. Wird Mitarbeitermotivation mit Hochglanzparolen und Manipulation verwechselt, muss damit gerechnet werden, dass die so Angesprochenen ihrerseits mit Ambivalenz und Beliebigkeit reagieren.

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Ich denke, wenn man sich über diese Kommunikationsstruktur im Klaren ist, tut man sich leichter. Und um motiviert und innovativ zu sein brauchen wir Alle Leichtigkeit.

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

PS.: Der Orginalartikel auf http://derstandard.at/1389859617756/Den-Eigenantrieb-staerken-und-andere-motivieren

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Masters in our Midst

8. März 2014
Rainer Sturm_pixelio.de

Rainer Sturm_pixelio.de

As commuters hustled through the Washington, D.C. metro station on a cold winter morning, a musician stood next to a wall playing his violin, the case at his feet open for tips. He played six Bach pieces for 43 minutes. A few people stopped and listened for a moment, then hurried on their way. Some threw some change or a dollar into the violin case. The most attentive listener was a three-year-old boy holding his mother’s hand. He wanted to stay and listen, but his mother tugged him along. Finally the musician retrieved $32 from the case, put his instrument away, and disappeared into the crowd. No one applauded or thanked him.

Not one of the 1,036 passersby realized that the violinist was Joshua Bell, one of the world’s greatest violin virtuosos. The pieces he played were extraordinarily demanding, performed on a violin borrowed from the Smithsonian, worth three and a half million dollars.   Days earlier Bell had played to a sold-out crowd in Boston, tickets at $100.

Bell’s impromptu concert was sponsored by The Washington Post as a social experiment to determine if people would perceive greatness in their midst if they were not told about the talent before them. The commuters did not expect genius, so they overlooked the rare gift offered. They were busy. They had jobs to get to, kids to get to school. Who has time to stop and listen to music on the way to work?

Might we all have moments in our life when we are in the midst of genius without recognizing it? What if you smoked pot with Barack Obama in a Hawaiian high school? Or the band rehearsing in the garage next door was the Beatles?  Or you performed in a local community play with young Meryl Streep?  Chances are that at the time you would have had no idea of the skill and fame your peer would achieve. The seeds of greatness lie latent in many places we do not expect them, to sprout and flower at a time destiny claims.

Every Somebody was a nobody at sometime. Every nobody could become a Somebody anytime.  We would be wise to keep our antennae raised for divinity masquerading as humanity. To find God showing up as people. Grace and divine intervention rarely appear as a big golden hand descending from the clouds. That’s Hollywood. God’s gifts to humanity are delivered through people. Sometimes people you would never expect.

Let’s take the greatness vision one step further:  What if the genius in your midst is you? What if your passion and unique talent has the potential to change many lives, including your own?  What if you own a gift that no one else can give, and your sole purpose on earth is to deliver it?  What if the master you seek lives within you, and is calling for expression?                 While overconfidence can be a drawback, underconfidence is a killer. The enemy of humanity is not bloated ego. Often people with bloated egos deliver talent to the world that less confident egos would hide. The real enemy of humanity is deflated ego. Humility does not imply self-diminishment. Real humility recognizes the gifts that Great Spirit has given you, and you humbly go about delivering them.

The story is told about a monastery of old monks that was dying due to lack of passion. One night a mysterious stranger showed up and stayed with the monks for several days. “One of you is the messiah,” he told them, and departed. Soon a new air of excitement filled the monastery. All the monks treated each other as a potential messiah. Many wondered, “Could it be me?” Their vocation was renewed, and in the light of their newfound inspiration many spiritual seekers visited for renewal and upliftment. Ultimately no one monk became the messiah. In a way, they all did.

There are masters in our midst. Let us know them while we can.

Diesen genialen Beitrag habe ich von http://e2.ma/message/6kgrf/ao18m Frebruar 2014 letter von Alan Cohen.
Ich bedanke mich.

Wenn wir Menschen in der Art „Every Somebody was a nobody at sometime. Every nobody could become a Somebody anytime. “ behandeln, wir würden viel mehr kreative Anregungen bekommen. Wir würden in den Firmen in Verbesserungsvorschlägen untergehen. Und es wäre ein Betriebsklima das niemand die Firma je verlassen wollte. Na wär doch etwas – oder? Fangen Sie einfach an! Oder senden Sie den Link zu dem Artikel Ihrem Vorgesetzen (Sie können ja diesen letzten Satz herauslöschen).

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

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Stress, Innovation und Kreativität

2. März 2014

Sind wir doch ehrlich, wir sind es die mit dem Stress umgehen oder daran zerbrechen. Neben der Frage ob es „das Alles wert ist“ und der Frage ob die 14te Personaleinsparung in der Firma fair war (Sinn macht?),  sollten wir uns in den Spiegel schauen und nachdenken ob da nicht schon das rote Tank-Leer-Lämpchen blinkt? Wenn wir in dieser Situation so weiter tun wie bisher … na ja die Lemminge zeigen uns wie das ausgeht.

Rainer Sturm pixelio.de

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Hier mein Rezept:

Phase eins: man (ich) glaubt, dass Organisation und Technologie im Außen etwas ändert. Das will uns die Industrie und die Berater glauben machen. Klar, ein Seminar hilft vielleicht – aber zum Großteil, weil Sie von der Firma weg sind? Ein neues App um die eingehenden Anfragen vor zu sortieren… na ja. Sicher ist auch (klinisch nachgewiesen), dass Vitamin B Komplex, Spurenelementekomplex, Magnesium, Vitamin C und Bioflavonoide bei der Stresstoleranz helfen. Und das sind alles körpereigene Substanzen die man eben etwas nachfüttert – nichts „chemisches“ an sich.

Phase zwei: fragen Sie sich grundsätzliche Dinge wie „was mache ich alles, um bei Anderen eine gute Meinung zu ernten?“. Also mit anderen Worten „Bin ich abhängig von der guten Meinung Anderer?“. Da kann man viel Stress selber produzieren: wir kaufen etwas, um gut da zu stehen, wir machen etwas um gelobt zu werden,… Und wir machen nichts, wo wir den Eindruck haben, das ist es was ich tun sollte. Das Bedürfnis haben etwas Bestimmtes zu tun, nennt man altmodisch Lebensaufgabe.

Phase drei: ich will mit mir ins Reine kommen. Da hilft nur Kommunikation mit sich selbst – wer sonst weiß, was Sie tun wollen? Und mit Kommunikation mit mir selbst meine ich keine Geschichten aus der Vergangenheit die man sich selbst erzählt, sondern einmal Ruhe. Ruhe in der Form von ruhig sitzen, in der Form von Gedanken beruhigen in der Form einer Ehrlichkeit die sehr nackt „klingt“ – ehrlich mit sich selber. Viele Menschen fürchten sich vor dieser Phase – es könnte etwas herauskommen das Unruhe unter Kollegen oder der Familie hervorruft: Kündigung, Berufswechsel, Scheidung eben alles. Diese innere, meditative, stille Dialog führt weiter – sicher!

Phase vier: tun Sie es! Geben Sie Hindernissen den richtigen Namen – nämlich Ausreden. Erst muss ich genug Geld haben, erst muss ich geschieden sein, erst muss ich „denen“ das heimzahlen… Nonsenses! Von Wayne W. Dyer habe ich den Ausspruch „die Garantie für Erfolg ist, wenn  die Liste dessen was Sie nicht für die Erreichung Ihres Ziels tun wollen, leer ist“.

Unter Stress kann niemand kreativ oder innovativ sein. Wenn Sie kreativ sein wollen, dann müssen Sie etwas dafür tun!

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

PS.: in meinem Buch (rechts), habe ich diesem Thema breiten Raum gegeben.