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Wo kommen die Innovationen her?

12. Mai 2012

Ja, das haben sich schon Viele gefragt. Und – es lässt sich nicht vermeiden – ich habe auch meine eigne Meinung dazu:

Fragen Sie sich selber „Wann und wo haben ich letztens eine gute Lösungsidee gehabt?“. Ich denke, da kommen Antworten wie: am Pissoir, beim Einschlafen, in der Straßenbahn usw. Relativ wenige Lösungsideen kommen (mir) vor dem Problem, vor dem Computer. Warum ist das so? Ich denke einfach deswegen, weil wir zu viele Gedanken denken. Da hat es keinen Platz für eine „Eingebung“. Also üblicherweise denke ich am Pissoir an … nichts. In diesem Moment kann ein zunächst unmerklicher Eindruck oder Gefühl sich bis ins Bewusstsein durchschlagen und … ja, klar – so könnte es gehen.

Nichts denken ist aber nicht ganz einfach, und hat außerdem eine schlechte Presse. Ja und außerdem ist es etwas „Passives“. Wir müssen in der Firma immer zeigen, dass wir aktiv und in Alarmbereitschaft sind. In den Firmen ist es nahezu zur Vorschrift geworden sich im Laufschritt zu bewegen und gestresst zu sein. OK, das gestresst sein ist mitunter eine Abwehrhaltung noch 4 Projekte auf den Schreibtisch gekippt zu bekommen.

Ich versuche (sehr oft) konsequent zu sein. Wenn ich den Eindruck habe „es könnte so gehen“ so versuche ich diesen Weg auch zu marschieren. So hatte ich das auch mit den Pausen im Denken gemacht. Übrigens denkt ein Mensch in unserem Kulturkreis im Durchschnitt 60.000 unterschiedliche Gedanken am Tag. Fragen Sie mich nicht wie die Psychologen auf diese Zahl kommen. Um Pausen im permanenten Fluss von Gedanken zu haben, ja da habe ich mich an ein kleines Büchlein erinnert „Meditieren in drei Minuten. Meditationstechniken für moderne Menschen von David Harp, Nina Feldman“ und später „Getting in the Gap (Little Books and CDs) von Wayne W. Dyer“. Mit ein wenig Training kann man das lernen. Lernen nicht nur an nichts zu denken, sondern durch diese, sagen wir, Techniken stressresitenter zu werden (neben anderen positiven Nebenwirkungen auf die ich hier nicht eingehen möchte). Ja, tatsächlich – die Lösungsansätze, die so einfach aus dem Unterbewusstsein purzeln, nehmen sehr deutlich zu. Wenn Ihnen Meditation zu esoterisch ist – Sie brauchen es ja niemanden erzählen 🙂

Es gibt aber tatsächlich auch andere Situationen in denen man die „Erkenntnis“ hat: neulich war ich mit meiner Frau auf einem Franz Schubert Klavierkonzert mit Dr. Helmut Hofmann. Vorausschicken muss ich, dass ich ein sehr konzentrierter Zuhörer bin. Ich war zeitweise bei dem Konzert so gefangen, dass ich nichts Anderes wahrnahm – aber plötzlich habe ich gewusst, wie man eine bestimmte Messaufgabe lösen könnte. Ein Widerspruch? Ich glaube nicht – Ich habe offensichtlich einen anderen Teil meines Gedankengartens so heftig verwendet und auf einem anderen Stück konnte etwas sprießen. Ist das nicht schön? Offensichtlich sollte das mit anderen konzentrierten Aktivitäten auch gehen – schon mal Ikebana versucht? Näheres auch in meinem Buch.

Bitte um Ihre Meinung. Wenn Sie mir einen Kommentar mit Zusatz „Intern“ oder so schicken, nehme ich es als Anregung und es wird sicher NICHT veröffentlicht.

Danke für das Lesen

Gottfried Schaffar