Posts Tagged ‘Mensch’

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Reframe your experience?

16. April 2016

Um innovativ tätig zu sein darf man nicht unter Druck stehen! Das schreibt sich aber viel leichter, als es umzusetzen ist. Arbeitsdruck, Umsatzvorgaben, „Rationalisierung“, Stage-Gate-Termine und 374 Mails pro Tag lassen nicht viel Freiheit. Da habe ich einen Trick für Sie…

Diesen Text habe ich aus einem Mailing von Alan Cohen. Ich denke er ist wichtig, vor allem wenn die Umstände rau und unfreundlich sind und immer mehr werde?

(Zitatanfang) When my Japanese client Yoshi was in elementary school, her teacher asked the students to draw pictures of their moms for Mother’s Day, and she posted them on a bulletin board. Yoshi told her mother about her drawing, which made mom quite happy. When the day came for the students to take their pictures home, Yoshi’s picture was missing from the bulletin board. Someone had taken it. Yoshi feared that she would be punished when

(c) Peter Hartung @ pixelio.de

(c) Peter Hartung @ pixelio.de

she failed to bring the drawing home, but she finally found the courage to do so. But instead of the reprimand she expected, her mother told her, „You must be a great artist if someone wanted your picture so much.“ Hearing that, Yoshi was relieved, as if she had been let out of jail. Her mother had achieved a monumental reframe that stayed with Yoshi for the rest of her life.
The trick to life is to spin all events and experiences in your favour. The art of reframing calls you to take the facts of a situation and interpret them in a way that empowers you rather than debilitates you. All events are essentially meaningless, or neutral. Nothing is intrinsically good or bad. It is how we look at them that determines our experience of them and subsequently sets us up for the next experience equal to our interpretation of the last one. So choose your interpretations wisely, for they are previews of coming attractions. (Zitatende)

Ja, das hat etwas! Versuchen Sie es einfach. Das wird nicht immer gelingen, das muss man (vor allem Mann) üben aber es ist ein wirklich hilfreiches Vorgehen.

Probieren geht über studieren

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

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Preise verfallen… Innovation?

5. April 2016

In manchen (vielen) Bereichen verfallen die Preise und das Management wird unrund. Als erstes werden Sanierer von außen geholt … denn die sind viel gescheiter, sind ordentlich teuer (muss gut sein!) und haben eine lange Liste von Referenzen.

Einschub: Zu den Referenzen ein Wort: bei Amazon funktioniert das – grantig auf ein Produkt: nur ein Stern

(richtig schlecht) aber bei Firmen funktioniert das nicht: Auch im schlimmsten Fall wird die Referenz himmlisch …. denn der Nächste (nächste Mitbewerber) soll auch mit denen auf die Nase fallen.

Nun, was machen die Sanierer: jede Ausgabe wird umgedreht ob sie auch wirklich „lebensnotwenig“ ist (natürlich mit Ausnahme des eigenen Honorars, dann wird beim Personal gespart – da werden Kündigungen ausgesprochen, die Entwicklungsabteilung wird auf eine Visitenkarte geschrumpft, Alles ohne das Wissen der Mitarbeiter zu bedenken die da gehen und ohne die Folgen zu bedenken. Und (für den Sanierer) Gott sei dank – der Markt ist träge, die Geschäfte laufen weiter (schlecht) wie bisher aber die Kostenstruktur hat sich „verbessert“. Jetzt verlassen die Sanierer die Firma, kassieren die Prämie und der derzeitige Chef geht oft auch (mit sattem Bonus… die Zahlen stimmen ja – Jubel)

Nun kommen zwei Effekte zum tragen: durch den Druck und durch die Personaleinsparungen hat von der Restbelegschaft niemand Zeit für irgend etwas (außer den Chef zu bewundern). Daher Engagement … Null; Innovation … Null. Irgendwann merkt das auch der Markt und sogar die Chefetage und es wird wieder eingestellt. Und die Preise sind nach dem langen, schmerzvollen Prozess noch immer nicht besser.

(c) Rainer Sturm @ pixelio.de

(c) Rainer Sturm @ pixelio.de

Aber da haben doch (hoffentlich) alle Beteiligten einmal etwas von der Blue-Ocean-Strategie gehört (https://de.wikipedia.org/wiki/Blue-Ocean-Strategie): durch Innovation auf jeder Ebene werden Marktsegmente und Produkte gesucht bei denen (fast) kein Mitbewerber da ist. Diese Strategie ist in vielen Fällen sensationell erfolgreich.

Aber für die Innovation braucht man Geld, Motivation, Vertrauen und Zeit um die Mitarbeiter dazu zu bringen das auch anzupacken. Aber all das wurde durch die blinde „Sanierung“ abgeschafft. Außerdem gibt es keine Garantie für einen Markterfolg – auch wenn das manche Berater behaupten. Zusätzlich muss man mit den Kunden ohne Verkaufsdruck kommunizieren (Zeit! und Geld!) um zu erfahren was hier wirklich wesentlich und notwendig wäre. Hier gibt es auch Methoden um Bedürfnisse zu erkennen, die der Kunde noch nicht kennt – aber auch das kostet Zeit und Geld.

Faktum ist (meiner Meinung nach):

  1. die Krise ist auch von der Geschäftsleitung ausgelöst worden – offensichtlich hatten rechtzeitige Investitionen in potentielle Innovationen gefehlt
  2. Muss in Krisenzeiten der Eigner Geld in die Hand nehmen, Geld das unter Umständen die Firma nicht mehr hat, um Auswege zu finden
  3. Sanierer sind meist Kurzzeit-Gewinner, nicht die betreuten Firmen

Wenn Sie sich trauen schicken Sie dieses Posting in der Firma auf die Reise viel Erfolg

Gottfried Schaffar

PS.: Und was sind die Gründe für das Einbrechen der Preise am Markt? Sicher, wenn sich zu viele Anbieter tummeln dann siehe oben. Aber da ist auch noch der heilige Freihandel: damit ist Ihre Firma in direkter Konkurrenz zu einer Firma in Mexiko, China und sonst wo. Wer betreibt den „Freihandel“ mit Lobbyismus intensiv? Es sind die Marktführer, denn die können gewinnen …. aber nicht Sie der Sie beim Marktführer angestellt sind – die Produktion wird nämlich nach China ausgelagert. Prost!

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Innovation & Frauen…

13. März 2016

Heute ist kein internationaler Frauentag aber dennoch – es gibt viele innovative Frauen: (aus pro Invent 1/2016):

Der OEPV sieht … keine Hinweise darauf, dass im Hinblick auf Kreativität Männer von der Natur bevorzugt wären. Wir haben es zwar nach wie vor mit einem überwältigenden Männeranteil zu tun, was mit der Tatsache zu begründen ist, dass Erfindungen mit einer dementsprechenden technischen Berufausbildung einhergehen, die mehrheitlich nach wie vor traditionell gewählt wird. Obwohl die Zahl der weiblichen Absolventinnen von technischen Schulen und Universitäten zwar erfreulicherweise zunimmt, sind sie im altehrwürdigen Maschinenbau nach wie vor äußerst unterrepräsentiert. Insgesamt wird Frauen ein Anteil von nur 5% aller Erfindungen zugesprochen.

Bei den doch relativ wenigen aber immer mehr werdenden Erfinderinnen, die unsere Beratung beanspruchen, wäre es gewagt, die Unterschiede zu ihren männlichen Kollegen genau zu definieren. Eine Lanze für Frauen zu brechen fällt mir allerdings leicht. Während die Vertreter des so genannten starken Geschlechts auf berechtigte Kritik eher forsch reagieren und an ihren eigenen Ideen oder Lösungen so gut wie nie zweifeln, sind Frauen wesentlich umgänglicher. Ratschläge werden nicht als Schläge wahrgenommen, sondern als das was sie sind, nämlich Hinweise auf bereits gemachte Erfahrungen anderer, die bemüht sind, typische Fehler vermeiden zu helfen und Anregungen zu liefern. Trotzdem ist eine gewisse Hartnäckigkeit in unserer Tätigkeit eine unabdingbare Voraussetzung, weil man beim ersten Gegenwind nicht sofort ohne genaue Analyse aufgeben darf. Eine Eigenschaft übrigens, die wie so viele andere auch, nicht geschlechtsspezifisch ist. Die Floprate bei der Umsetzung von Erfindungen ist bekanntermaßen sehr hoch, was zu einer besonders starken Polarisierung in der sozialen Anerkennung der Betroffenen führt. Insofern sind die Leistungen von Erfinderinnen besonders hervorzuheben.

Zahlreiche Erleichterungen in unserem Leben verdanken wir der weiblichen Intuition. Beispielsweise die Kaffeefilter: Erfunden von Melitta Bentz, haben sie sich über 100 Jahre unter der Marke Melitta einer unumstritten Marktbeherrschung erfreut. Auch der von Josephine Cochran erfundene Geschirrspüler geht auf die Vorstellungskraft einer Frau zurück, so wie der Scheibenwischer, der erstmals im Kopf der Amerikanerin Mary Anderson entstand. Die aus Österreich stammende Schauspielerin Hedy Lamarr ließ sich das ‚Frequency Hopping‘ patentieren, ohne dem heute kein Mobiltelefon auskommen würde. Die erste Einwegwindel wurde von Marion Donovan erfunden. Nach langen zehn Jahren der erfolglosen Vermarktung griff das Konkurrenzunternehmen ‚Pampers‘ die Idee auf und heute tragen alle Windeln diesen Namen. Diese Liste ließe sich weiterführen, allerdings erweitert mit großartigen Wissenschaftlerinnen. Die Wiener Kernphysikerin Lise Meitner erarbeitete mit dem Chemiker Otto Hahn die physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung. Der Nobelpreis blieb ihr verwehrt, den holte sich in Physik und Chemie Marie Maria Sktodowska Curie, für ihre Erforschung strahlender Elemente und der Radioaktivität…
(Zitatende)

oder (aus http://geboren.am/liste/frauen-erfinder):

Ada Lovelace (Augusta Ada Byron) wurde am 10. Dezember 1815 in London geboren. Sie war eine britische Mathematikerin, die mit ihren Kommentaren zur „Analytical Engine“ von Charles Babbage als erste Programmiererin der Welt gilt. Am 27. November 1852 starb sie mit 36 Jahren.

Grace Hopper (Grace Brewster Murray Hopper) wurde am 9. Dezember 1906 in New York City geboren. Sie war eine US-amerikanische Informatikerin und Computerpionierin, die u. a. eine der ersten Programmiererinnen des „Mark I“ und Entwicklerin des ersten Compilers war.

hristiane Nüsslein-Volhard wurde am 20. Oktober 1942 in Magdeburg geboren. Sie ist eine deutsche Biochemikerin und als Trägerin des Nobelpreises für Medizin 1995 „für ihre grundlegenden Erkenntnisse über die genetische Kontrolle der frühen Embryoentwicklung“ die einzige mit einem Nobelpreis ausgezeichnete deutsche Wissenschaftlerin.

Maria Goeppert-Mayer wurde am 28. Juni 1906 in Kattowitz in Oberschlesien (heute Polen) geboren. Sie war eine deutsch-amerikanische Physikerin, die zusammen mit J. Hans D. Jensen für ihre Entdeckung der Schalenstruktur der Atomkerne den Nobelpreis für Physik 1963 verliehen bekam.

Emmy Noether (Amalie Emmy Noether) wurde am 23. März 1882 in Erlangen geboren. Sie war eine hochangesehene deutsche Mathematikerin, die als eine der wenigen Frauen ihrer Disziplin dieser Zeit die Mathematik auf dem Gebiet der Algebra vorantrieb und gelegentlich als „Mutter der modernen Algebra“ bezeichnet wird.

Marga Faulstich wurde am 16. Juni 1915 in Weimar geboren. Sie war eine bedeutende deutsche Glaschemikerin, die in ihrer langjährigen Berufslaufbahn bei der Firma Schott zahlreiche Typen optischer Gläser entwickelte (darunter das Leichtgewichts-Brillenglas SF 64).

Agnes Pockels (Agnes Luise Wilhelmine Pockels) wurde am 14. Februar 1862 in Venedig in Österreich (heute Italien) geboren. Sie war eine deutsche Hausfrau und Chemikerin, die beim Abwasch die Oberflächenspannung von Wasser beobachte, als Autodidaktin zu einer Pionierin der Oberflächenchemie wurde, das Messgerät „Schieberrinne“ erfand und ihre Forschungen dank John William Strutt veröffentlichen konnte.

Käthe Paulus (Katharina Paulus) wurde am 22. Dezember 1868 in Zellhausen geboren. Sie war eine deutsche Schneiderin, Fallschirmspringerin und Ballonfahrerin, die den zusammenlegbaren Paketfallschirm erfand, mit dem sie in über 1500 Meter Höhe als erste Deutsche 1893 einen Sprung aus einem Ballon wagte.

Bette Nesmith Graham (Bette Clair Nesmith Graham) wurde am 23. März 1924 in Dallas, Texas in den Vereinigten Staaten geboren. Sie war eine US-amerikanische Sekretärin, Erfinderin und Unternehmerin, die 1951 das später unter dem Markennamen „Tipp-Ex“ vertriebene „flüssige Papier“ („Liquid Paper“) zur Korrektur von Tippfehlern erfand.

Martine Kempf wurde am 9. Dezember 1958 in Straßburg in Frankreich geboren. Sie ist eine französische Erfinderin und Unternehmerin, die mit der „Katalavox“ (1982) ein Spracherkennungsprogramm für Körperbehinderte entwickelte, das gesprochene Befehle in Steuerungsimpulse für Maschinen umsetzt und z. B. die Steuerung eines Rollstuhls oder von Geräten in der Mikrochirurgie ermöglicht. (Zitatende)

Haben Sie das gewußt?

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

PS.: In|no|va|ti|on, die (fem.): Also weiblich? (aus http://derstandard.at/1833054/Frauen–Innovation–Die-Qualitaet-des-Weiblichen)

PPS.: persönlich kenne ich zwei sehr innovative Frauen: meine eigene Frau die mich oft auf einfachere Lösungswege für eineradikale Kundeninnovation aufmerksam machte und Maria Tagwerker, die innovieren zu Ihrer Profession gemacht hat (http://www.inknowaction.com/blog/)

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Optimisuns – hilft der?

7. Februar 2016

Heute ein Text von Cornelia Scala-Hausmann der Leiterin des Instituts für Zukunfstkompetenz.

Nichts gibt mehr Kraft, als das Gefühl, vor einer guten Zukunft zu stehen.

Wenn sich Ereignisse aneinader reihen und zunehmend klarer werden, wenn Durchblick im Dschungel der Unsicherheiten möglich wird und wenn man es aus eigener Kraft anpackt und umsetzt – sollte es auch anders kommen, als geplant (und es kommt meistens anders!) – haben positive Menschen eine Macht auf ihrer Seite, die sie stärker werden lässt als andere. Aber woher kommt das?

„Der Optimist sieht in jedem Problem eine Aufgabe. Der Pessimist sieht in jeder Aufgabe ein Problem.

Albrecht E. Arnold pixelio.de

Albrecht E. Arnold pixelio.de

Es scheint ein Geschenk der Evolution zu sein. Indem wir die Welt mit Zuversicht betrachten, verändert sie sich tatsächlich. Sie glauben es nicht? Zu welcher Gruppe gehören Sie? Optimist oder Pessimist? Zumeist zählen sich die Pessimisten zu den Realisten, und doch sind es die Optimisten, die zum Forschungsfeld der positiven Psychologie und der Glücksforschung gehören. Denn manches ist im Leben einfach erstrebenswerter als anderes.

„Ein Optimist ist jemand, der genau weiß, wie traurig die Welt sein kann, während ein Pessimist täglich neu zu dieser Erkenntnis gelangt.“
(Peter Ustinov
)

Das Negative hat naturgegeben mehr Präsenz in unserem Bewusstsein. Doch gibt es offenbar einen Weg, unsere Aufmerksamkeit und damit unsere Kräfte auf Zuversicht zu richten. Resilienz ist derzeit als Krisenkompetenz in aller Munde. Diese Fähigkeit entsteht genau daraus, eine scheinbar oder anscheinend negative Situation in einem positiven Aspekt zu sehen. Drei Parameter sind hierfür entscheidend, wie man aus vielen Forschungen (Kobasa, Frankl etc.) weiß:

• Verstehbarkeit
• Sinnhaftigkeit
• Handhabbarkeit

Diese drei Parameter korrespondieren mit unseren drei Hauptgehirnen und richten unser gesamtes Wesen danach aus.

• Verstehen wir, wie es dazu kam?
• Erkennen wir für uns persönlich oder übergeordnet einen Sinn darin?
• Können wir aus den vorigen beiden Punkten eine (noch so kleine) Handlung setzen?

„Für den Optimisten ist das Leben kein Problem, sondern bereits die Lösung.“
(Marcel Pagnol
)

Können wir mit „Ja“ antworten, haben wir große Chancen, aus noch so schlimmen Krisen tatsächlich erstarkt hervorzugehen. Das bedeutet jedoch, wir sollten – so wir weiterleben wollen – immer nach einem JA in diesen drei Aspekten suchen. Und da die Evolution normalerweise an einem Überleben interessiert ist, unterstützt sie uns dabei.

Ohne Zuversicht gäbe es kein Aufstehen am Morgen, keinen Aufbruch ins Ungewisse, keinen Aufschwung, keine Innovation, kein Neues in der Welt. Die Frage ist jedoch jeden Tag an jeden von uns: „Was hindert mich daran?“

„Wer scharf denkt, wird Pessimist. Wer tief denkt, wird Optimist.“
(Henri Bergson)

mit optimistischen Grüßen,

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann


Nachsatz von mir: Optimismus sollte man nach Joan Z. Borysenko aber in blinden Optimismus und realistischen Optimismus aufteilen. In schwierigen, sehr schwierigen Situationen wie Kriegsgefangenschaft über Jahre sind die blinden Optimisten, diejenigen die am ehesten sterben… Wir innovative Gestalten haben aber keine sooooo großen Probleme.

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

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Tyrannei in der Vorstandsetage

1. Februar 2016

Ich möchte noch ein Beispiel aus Ajahn Brahm „Der Elefant der das Glück vergaß“ bringen. Ich finde, das ist so praxisnah (Zitatanfang)

TYRANNEI IN DER VORSTANDSETAGE

Jane, eine Freundin von mir, hatte in Sydney ihre eigene kleine Firma gegründet. Ein großes britisches Unternehmen interessierte sich für ihre Produkte und es bahnten sich Verhandlungen an, die ein lukratives Geschäft versprachen. Nicht lang, und sie wurde per Mail eingeladen, so schnell wie möglich nach London zu fliegen, um den Vertrag zu unterschreiben. Für Jane und ihre Firma war das der große Durchbruch, von dem sie so lange geträumt hatte.
Jane hatte ein süßes Töchterchen namens Erica. Und obwohl es ihr schwerfiel, das kleine Kind einige Tage lang nicht sehen zu können, war dieser Vertrag für sie und die Zukunft ihrer Familie viel zu wichtig, als dass sie ihn sich hätte entgehen lassen können.
Jane buchte den ersten Flug, auf dem sie einen Platz bekam, und hatte nach ihrer Ankunft in London gerade noch Zeit, im Hotel einzuchecken, sich zu duschen und umzuziehen, bevor sie einTaxi rufen und in die Zentrale des Unternehmens fahren musste. Als sie den Konferenzraum der Geschäftsführung betrat, waren alle Direktoren bereits da –bis auf den CEO, den Vorstandsvorsitzenden.
»Das war reine Zeitverschwendung«, meinte einer der Direktoren zu Jane. »Sie können gleich wieder nach Sydney zurückfliegen. Unser CEO hat heute sehr schlechte
Laune und stimmt dem Vertrag mit Sicherheit nicht zu. Am besten, Sie nehmen die nächste Maschine nach Hause!«
Jane war nicht bereit, so einfach aufzugeben, umso weniger, als sie für dieses Treffen einmal um die halbe Welt geflogen war. »Wenn Sie nichts dagegen haben«, sagte sie also, »warte ich hier auf den CEO.« Dann setzte sie sich in einer Ecke des Konferenzraums still auf einen Stuhl.
Jane meditierte viel. Besonders gern über Güte. Freudvoll ließ sie gerade Mitgefühl für alle Lebewesen in sich aufsteigen, als plötzlich der CEO in den Raum gestürmt kam.
»Was soll das?«, schrie er, als er Jane bemerkte, die mit geschlossenen Augen ganz still auf ihrem Stuhl saß. »Was machen Sie hier?«
Meditation ist so beruhigend, dass einen nicht einmal kurz vor der Explosion stehende Vorstandsvorsitzende aus dem Konzept bringen können. Besonnen stand Jane von ihrem Stuhl auf, ging ohne Angst oder Arroganz auf diesen Vulkan von einem Alphamännchen zu und sagte: »Sie haben so schöne blaue Augen, genau wie Erica, mein kleines Töchterchen zu Hause in Sydney.«
Wie Jane mir später versicherte, waren diese Worte wie von allein aus ihrem Mund gekommen, Sie hatte vorher keinen Gedanken darauf verwendet, was sie sagen würde. Das Ergebnis war verblüffend. Der CEO stand wie angewurzelt da. Sein Hirn schien ihm den Dienst zu verweigern. Über eine Minute lang war er vollkommen verwirrt. Doch allmählich verrauchte sein Zorn. Schließlich lächelte er und sagte: »Ach, wirklich?«
Innerhalb der nächsten fünf Minuten war Janes Vertrag unterzeichnet und der CEO verließ völlig verdattert den Konferenzraum. Als Jane auch gehen wollte, um sich im Hotel ein wenig auszuruhen, wurde sie von den Direktoren aufgehalten.
»Wie ist Ihnen das nur gelungen?«, bestürmten sie Jane. »So etwas haben wir ja noch nie erlebt. Bevor wir Sie ins Hotel lassen, müssen Sie uns deshalb unbedingt noch verraten, was Sie mit ihm angestellt haben.« (Zitatende)

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

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Stress… haben Sie?

24. Januar 2016

Ja diese Woche möchte ich ein bewundernswertes Buch empfehlen: Ajan Brahm „Der Elefant, der dqw Glück vergaß‘ und daraus einfach ein Kapitel zitieren „Die Ursache von Stress“:

(Zitatanfang) 2010 sollte ich auf dem World Computer Congress in Brisbane den Eröffnungsvortrag halten. Ich hatte

Wikipedia: Ajahn_Brahm_Kathina_Day

Wikipedia: Ajahn_Brahm_Kathina_Day

zwar keinen blassen Schimmer von Computern, aber von derlei Petitessen wie völliger Ahnungslosigkeit meinerseits habe ich mich noch nie abhalten lassen. Also nahm ich die Einladung an.
Während meines Vortrags hob ich mein Wasserglas hoch und fragte das Publikum: »Was glauben Sie, wie schwer ist dieses Glas?«
Bevor eine Antwort kommen konnte, sprach ich weiter: »Wenn ich das Glas weiter so halte, wird mein Arm nach fünf Minuten wehtun. Nach zehn Minuten lässt sich der Schmerz schon nicht mehr ignorieren. Und nach einer Viertelstunde leide ich Höllenqualen und bin ein sehr törichter Mönch.
Was also kann ich tun?
Sobald das Wasserglas so schwer wird, dass ich es nicht mehr bequem in der Hand halten kann, sollte ich es für eine Minute abstellen. Nachdem sich mein Arm dann sechzig Sekunden lang erholt hat, kann ich das Glas wieder mühelos hochhalten. Wenn Sie mir nicht glauben, probieren Sie es zu Hause selbst einmal aus.
Sollten Sie sich nach der Ursache von Stress am Arbeitsplatz fragen: Hier haben wir sie. Es hat überhaupt nichts damit zu tun, wie viel Arbeit Sie haben oder wie schwer Ihre Verantwortung wiegt. Es geht ausschließlich darum, dass Sie nicht in der Lage sind, die Arbeit auch mal einen Moment Arbeit sein zu lassen, wenn sie allzu belastend wird, und sich etwas auszuruhen, bevor Sie Ihr Päckchen anschließend wieder schultern.«
Meine Empfehlung kam so gut an, dass sie in The Australien, der einzigen überregionalen Tageszeitung unseres Kontinents, veröffentlicht wurde und es von da aus sogar auf die Website der australischen Börse brachte.
Wenn Sie nicht lernen, die Last auch mal abzulegen und sich etwas auszuruhen, sobald Sie sich gestresst fühlen, leidet die Qualität Ihrer Arbeit, Sie schaffen viel weniger und Ihr Stresslevel steigt. Gönnen Sie sich jedoch um die Mittagszeit ein halbes Stündchen Pause, machen Sie die vermeintlich verlorene Zeit anschließend doppelt wieder wett. Dann erledigen Sie beispielsweise eine Aufgabe, die Sie vorher vier Stunden lang in Anspruch genommen hätte, in nur drei Stunden und das mit exzellentem Erfolg. Das Abstellen des Wasserglases ist deshalb keine Verschwendung wertvoller Lebenszeit, sondern eine Investition, die sich aufgrund der dadurch erhöhten Effizienz Ihres Gehirns mehr als auszahlen wird.
Meine Empfehlung erschien später übrigens sogar auf dem Blog der Harvard Business School. Also hab ich auf der Konferenz in Brisbane ja vielleicht doch gewusst, wovon ich rede. (Zitatende)

Ja, ein tolles Buch und alle Kapitel sind so kurz…

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

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Geld als Anteiz für Innovation?

5. Dezember 2015

Das ist eine Information die ich von http://lifehag.com/2015/10/09/geld-als-anreiz-voll-daneben/ bekommen habe. Bitte unbedingt anschauen!

Haben Sie es sich angesehen? Darf ich Ihnen eine „Hausübung“ geben? Überlegen Sie sich aufgrund dieser unwiderlegbaren Tatsachen die hier vorgebracht wurden und seit den1950er Jahren bekannt sind was das für Implikationen für den Innovationsprozess in Ihrer Firma hat. Als Zweites rege ich an, dass Sie nachdenken wie Ihre Firma strukturiert werden müsste wenn man diese Erkenntnisse vollständig umsetzt.

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

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Verbessern Sie Ihre persönliche Innovationskraft – sofort!

21. November 2015

Ich stolpere in letzter Zeit immer wieder über tolle Texte mit einem Bezug zu unserem Thema – diesmal ein Mailing von www.heartmath.com Es ist das Thanksgiving-Mail, aber der Text ist universell:

Pass the Gravy

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sokaeiko pixelio.de

Thankfulness. Admiration. Understanding. Gratitude. These are all aspects of a powerful human emotion we call appreciation. Science shows us when we feel appreciation all systems in the body, including the brain, work in greater harmony. A sincere feeling of appreciation has the power to change how we see our lives and the world around us.

Most know the importance of appreciation, especially this time of year when we gather around the turkey with family and friends. But what about all the other days of our lives? I know. Life is too complicated. There’s just too much to do. Besides, what is there to be thankful for when we’re dealing with tough issues like job security, relationships, finances or health?

Perhaps the real reason we reserve appreciation for our late autumn ritual and don’t apply it as much as we could, would or should is we forget. Or maybe we simply don’t have a practical way to do it. So, I’ll make it easy: Recall one thing in your life you take for granted and spend 30 seconds feeling appreciation for it. NOW!

Remember, it’s just about impossible to feel appreciation AND worry or anxiety or frustration, etc. at the same time. And that’s something to appreciate!

Here are some other ways you can add more appreciation to every day:

  • Every day tell someone – a friend, loved one or co-worker – one thing you appreciate about them.
  • Find three things to appreciate about a tough situation you’re facing. I promise: # 2 and #3 are easier than #1!
  • On your way to work, appreciate the scenery. It sure beats worrying about all you have to do!
  • When you pick up the phone or answer an email, find one thing to appreciate about the person on the other end. You don’t always have to say it; feeling it is what’s important.
  • Once a week, take turns sharing what it is everyone appreciates about each other around the dinner table.
  • Make a list of all you appreciate about yourself.

Happy Thanksgiving day!
Kim Allen

Zitat Ende

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

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Mitbewerber die sich helfen?

15. November 2015

Habe ich selber erlebt. Das ist echte und radikale Innovation. Aber – ja ein „aber“ kommt leider auch – ich traue mich nicht einmal die Branche zu nennen, denn die Chefs wissen nichts davon.

(c) lichtkunst.73 @ pixelio.de

(c) lichtkunst.73 @ pixelio.de

Nun halbwegs der Reihe nach: eine Branche der es nicht super geht (aber welcher Branche geht es super?) und eine regional überschaubare Anzahl von Mitbewerbern. Nun ist das Spektrum der Branche sehr weit gefächert und manche haben sich wissensmäßig spezialisiert. Die die etwas wissen (nicht die Allerwelts-Mitschwimmer) rufen sich gegenseitig an und helfen sich. Einmal der Eine, einmal der Andere – jeder hat etwas davon, jeder ist Nutznießer, der Mitarbeiter muss sich nicht in komplexe Strukturen einarbeiten – mitsamt dem Risiko des „Fehler machens“.

Also ich finde das toll.
Also ich finde das furchtbar, dass man das heimlich tun muss.

Was lernen wir für den Bereich Innovation? Ohne Juristen aber mit Vertrauen laufen die Projekte leicht und flüssig.

Einfach zum Nachdenken

Gottfried Schaffar

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Umrechnen auf Geldwert?

7. November 2015

Jeder rechnet alles in Geldwerte um … oder irre ich mich? So kann man eben in der Wirtschaft vergleichen: Produktionsmethode A verglichen mit Produktionsmethode B; Investition A mit der Investition B, Äpfel mit Birnen?

Schon in den 1920er-Jahren warnten Soziologe vor den Verwendung des Einkommens als einzigen Sozialindikator … mit wenig Erfolg außer in Publikationen.

Ich darf zu einem Experiment einladen – OK, es ist ein bisschen mathematisch und abstrakt aber einfach. Bitte stellen Sie sich eine Welt vor, eine Welt in der der Raum nicht drei Dimensionen (Länge, Breite und Höhe) hat sondern nur eine (Länge z.B.). Mithin schaut diese Welt aus wie eine Gerade, dieses Universum ist also eine unendliche Gerade und die Bewohner sind Strecken (die sich vielleicht herumbewegen). Für so ein Wesen ist ein winziger Punkt auf dieser Geraden ein unüberwindliches Hindernis – „er“ kann ja nicht herumgehen – das wäre eine zweite Dimension.

„Möbius strip“ von David Benbennick - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:M%C3%B6bius_strip.jpg#/media/File:M%C3%B6bius_strip.jpg

„Möbius strip“ von David Benbennick – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:M%C3%B6bius_strip.jpg#/media/File:M%C3%B6bius_strip.jpg

Genau diesen Effekt haben wir aber bei der Umrechnung in Geldwert – eine eindimensionale Sichtweise. Hindernisse können oft unüberwindlich sein (scheinen). Diese Geldwerte oder irgendwelche Kennzahlen verkürzen die „Wirklichkeit“ also völlig unzutreffend, aber einfach zu verstehend. Schlichte Gemüter (nein, ich erwähne das Wort Controller hier absichtlich nicht) fühlen sich aber mit so einer Sichtweise sicher: Die Aussage ist ja „es kann nicht funktionieren – weil das ist zu teuer“. Die Wirklichkeit hält sich aber nicht daran und der Mitbewerber überholt uns dann.

Dieser Effekt der missverstandenen unüberwindlichen Hindernisse bleibt bestehen, auch wenn wir 2, 3 oder noch mehr Kennzahlen und Bewertungen in die (ach so) wissenschaftliche Untersuchung einbeziehen. Nehmen wir den Fall mit zwei Dimensionen (Länge, Breite): ein Strich (Gerade) ist hier genauso völlig unüberwindlich – ein dreidimensionales Wesen kann aber den Strich übersteigen. Für das zweidimensionale Wesen ist das unmöglich – ein Wunder – das muss illegal sein.

Sie können beliebig viele solche Dimensionen hinzufügen – es wird nur für die menschliche Vorstellung schwierig – sonst ändert sich nichts: unüberwindliche Hindernissen im n- dimensionalen- Raum können im n+1-dimensionalen Raum „überstiegen“ werden. Die scheinbare (illusionäre) Sicherheit, die solche Vergleiche vortäuschen kann ganz schlimm in „die Hose“ gehen. Die Methode ist also prinzipiell ein Fehlansatz? Nein, man kann sie mit Umsichtverwenden. Aber da sind meiner Meinung nach drei Ansätze wichtig:

  1. Alle Werte und Ausgangswerte haben Unsicherheiten, die man genauso „schätzen“ kann wie die Ausgangswerte. Und dann kann man, mithilfe der Fehlerfortpflanzungsrechnung, die zu erwartende Unsicherheit des finalen Vergleichswertes berechen (wenn man will und das gelernt hat – ist nicht schwierig). Das übliche Vorgehen: Variante A ergibt eine Kennzahl (Gewinnerwartung z.B.) von 134.75 und die Variante B 164.16 – OK – super wir machen B…. oder? Sieht man sich vielleicht die Unsicherheit der beiden Werte an (Beispiel:) A: 134.75 +/- 63 und B 164.16 +/- 79 so sehen wir, dass die Wertebereiche sich in weiten Bereichen überschneiden. Die Aussagekraft der Zahlen ist also Null – klar, das muss nicht so sein.
  2. Eine „ausreichende“ Anzahl von Kenngrößen (Dimensionen) wählen. Also ein Modell der Wirklichkeit, das mit „ausreichender“ Genauigkeit Aussagen für diesen Fall ermöglicht. Die Ermittlung so eines Modells ist aber zeitaufwändig (wir haben dazu aber keine Personalkapazitäten mehr), erfordert eine langjährige Praxis und Erfahrung (wir haben aber die langjährigen Mitarbeiter aus Kostengründen schon entfernt und vielleicht auch nie jemanden gehabt der sich mit solchen Problemstellungen befasst). So etwas kann man nicht in einer 30 Minuten Workshop-Sitzung „erledigen“ –  ja ich weiß, unsere 3 Direktoren machen das in 5 Minuten? Na ja.
  3. Eine negative Aussagen aus Punkt 1 und 2 ist nicht als final anzusehen. Wir wissen ja, der mit einer Dimension mehr kann über dieses Hindernis einfach übersteigen. Hier ist der einzige Weg nicht nur dem „Workshop-Gremium“ sondern auch Außenstehenden die Aufgabe zu stellen die Entscheidung mit neuen Ideen zu Fall zu bringen. Dazu brauchen die „Außenstehenden“ aber ein Zeitkontingent!

Damit sich aber jemand traut eine gegenteilige Meinung zu vertreten, muss in der Firma Vertrauen (und nicht der Rotstift) und ein kollegialer Umgang auch über mehrere Hierarchien herrschen (Herr Direktor – nein das stimmt so nicht). Vergleichen Sie das Arbeitsklima in Ihrer Firma mit dem, in diesem Absatz geschilderten als Hausübung.

Sie sehen – die 5 Minuten – Lösungen sind genauso gut wie Würfelentscheidungen. Ist das der Grund, warum Startups den Großen manchmal um die Ohren sausen? Ist ja gut, dann kauf ich mir die Kerle…

Ja auch wenn manche Entscheider teuer sind, manche Entscheidungen sind billig.

Viel Erfolg … trotzdem

Gottfried Schaffar