Posts Tagged ‘Stress’

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Stress … na ja?

1. Februar 2015

Es ist fast ein sozialer Ausschließungsgrund, wenn man keinen Stress hat – na zumindest in der Firma und Pensionisten sind „sowieso“ immer im Stress. Da möchte ich doch zwei Kategorien unterscheiden … nein nicht Eu- und Distress sondern den selbst gemachten und den Stress von „oben“. Klar: niemand wird behaupten sich Stress zu machen aber Perfektionismus, das Erreichen-wollen von Zustimmung (gegen die eigene wirkliche Überzeugung) der Umgebung oder einfach das Gebraucht-werden-wollen (kenne ich gut) sind Auslöser. Auch selbstverständlich: gegen den Stress vom Vorgesetzten oder einer sozialen Zwickmühle hilft kein Therapeut und keine „optimale“ Organisation des Schreibtisches.

Vergegenwärtigen wir uns: woher kommen Innovationen? Na klar, von einer Idee – OK und wo kommt die her? Das ist eben Kreativität. Diese Kette ist die Quelle unseres Wohlstandes [Willfort, 2010]. Aber wie können wir kreativ sein: eine aktive rechte Gehirnhälfte (Entspannung), Zeit, Raum und Sicherheit.362829_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de Das ist aber Alles das Gegenteil dessen, was unter Stress passiert: Entspannung – da können Sie nur lachen; Zeit – sehr witzig; Sicherheit – nach der dritten Rotstiftumstruktuierung? Also unter Stress ist absolut nichts mit Innovation – das sollte uns einmal klar sein.

Was wir verdrängen (oder auch nicht wirklich kommuniziert wird):

  • Stress macht dumm und
  • Stress macht dick durch eine Erhöhung des Cortisols (körpereigenes Cortison),
  • Stress macht dumm durch Zerstörung der Nervensynapsen durch Cortisol und Glutamat (ein Neurotransmitter, der sich bei Stress im Gehirn anhäuft),
  • Stress macht alt durch einen vermehrten Angriff der freien Sauerstoffradikale auf Zellen,
  • Stress macht impotent und libidolos, weil der Sympathikus (autonomer Stressnerv) und entzündungsaktivierende Botenstoffe (Zytokine) aktiviert werden, die Geschlechtshormonbildung jedoch reduziert wird,
  • Stress macht krank, er fördert Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Gefäßverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall,
  • Stress macht depressiv, weil er die Serotoninproduktion verringert und stimmungsverschlechternde Entzündungs-Zytokine ansteigen lässt,
  • Dauerstress kann durch die Erschöpfung der Nebennierenrinde zum Burnout-Syndrom führen. [Zitat aus Schaffar: Radikale Innovationen, Wagner Vlg.]

Was allerdings erst in den letzten Jahren sich herausstellte:

  • Stress verursacht nachweisbar oder fördert eine Zerstörung der Gehirnzellen,
  • Gedächtnisverlust (was haben Sie gestern zu Mittag gegessen?) bist zu
  • Alzheimer!

Persönlich gesagt: das wische ich nicht einfach mit dem Argument „2 Wochen Urlaub und alles ist gut“ vom Tisch. Kaufen Sie sich ein Buch von Dr. Dharma Singh Khalsa (ein Uramerikaner der Sikh geworden ist) seines Zeichens Primarius und hoch dekorierter Mediziner (http://en.wikipedia.org/wiki/Dharma_Singh_Khalsa und http://www.drdharma.com) – das ist kein Wichtigtuer! Empfehlenswert in diesem Zusammenhang „The Better Memory Kit“ und „Brain Longevity“.

In seinen Büchern und Kursen schlägt er vor:

  1. eine Diät die auf 20% fettreduziert ist
  2. Stressreduktion
  3. Übungen
  4. Nahrungsergänzungen und in üblen Fällen Pharmazeutika

Alleine eine Länderweise Grafik „Alzheimer/100.000 Einwohner“ über dem Verbrauch von gesättigten Fettsäuren hat mich erschüttert: ein „Strich“ von Nigeria bis hinauf zu USA! Dr. Dharma schreibt auch über Nahrungsmittel die helfen, schlägt kurze Übungen zur Verbesserung der Stressresilienz vor. Zusätzlich schreibt er über verschiedene Nahrungsmittelergänzungen wie:

  • Vitamin E
  • Coenzym Q10
  • Ginko Biloba
  • Phosphatityl Serein
  • DHA und andere

Wenn Sie also nicht blind in die Stressfalle laufen wollen: hier ansetzen oder schlimmstenfalls Firma wechseln. Was ist wichtiger: die sehr schwache Sicherheit des Stressjobs mit allen oben aufgezählten Folgen oder…

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

PS.: ich entnehme dem Buch von Dr. Dharma, dass Glutamat (Geschmacksverstärker) nach neuen Untersuchungen Gehirnzellen zerstört – Mahlzeit!

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Probleme lösen … ! oder ?

23. November 2014

Ja, das ist ein grundsätzliches Thema. Wir alle müssen Probleme lösen: innovative Aufgaben in der Firma, Probleme überhaupt in der Anstellung, private Probleme aber auch Probleme mit uns selber. Das ist eine universell menschliche Aufgabenstellung – oder irre ich mich? Schlicht und ergreifend eine Aufgabe, die einem ein ganzes Leben begleitet. Meine Eltern haben mir hier kein sinnvolles Konzept geliefert, meine Lehrer haben das nicht unterrichtet aber meine Freunde in der Schule haben mir ein Konzept beigebracht: die Aufforderung in der Pause (und manchmal in der Stunde) „traus’t dich nie…“.

Ja, ich bin etwas älter und habe (wie jeder) meine Erfahrungen; Erfahrungen damit, dass Manches zu funktionieren scheint, Manches anerkannter Schwachsinn ist und Manches in intensive Arbeit ausartet…

Aber fangen wir systematisch an – Problemlösungsansätze können in drei Kategorien eingeteilt werden:

  1. moving against
  2. seduction or moving toward
  3. embracing

Ich versuche das zu erklären

1. moving against

Ja, das kennen wir Alle: das Problem ignorieren, das Problem existiert nicht wirklich. Die „Anderen“ sind heillose Pessimisten oder unfähige Stümper. Mit Affirmationen kann man das Alles wegzaubern, weglaufen.

Das ist ein Muster, das wir persönlich gerne anwenden, in Familien gelebt wird aber auch in Firmen: das Problem unter der Decke halten, die Zahlen schönen, den Bericht „adaptieren“ – alles sind glücklich, außer dem Ausgang. „Don’t ignore intuitive tickles lest they reappear as sledgehammers. — Gay Hendricks“. Schlich gesprochen: vor dem Problem davonlaufen, keine Entscheidung fällen, sich von mitspielenden Mitläufern bestätigen lassen. Alles ist OK (sonst ist der Bonus in Gefahr).

Angst (1)

Diese (und die nächste untaugliche) Strategie ist völlig Angst besetzt – zumeist Angst es könnte sich etwas
verändert. Diese

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(c) Martin Schemm pixelio.de

Angst versteinert Situationen, Menschen legen sich in der Defensive fest. Wenn es leitende Alphatiere sind, ist damit die Meinung der Mitarbeiter und Mitläufer bestimmt. Aber und vor allem die Angst Kontrolle zu verlieren. Die Wahrheit (wenn wir ehrlich sind): niemand hat Kontrolle über andere Menschen, die eigene Gesundheit, äußere Situationen, den Markt, was Andere machen, was der Mitbewerb für Haken schlägt… Angst (so lese ich und erfahre ich) äußert

sich im zurück ziehen: die Geschäftsleitung geht nicht mehr in die Hallen, ist auf Tauchstation, „wir“ wissen es besser, Partner sprechen nicht mehr miteinander. Aber der innere (sinnlose) Dialog macht Stress.

2. seduction or moving toward

Ist ja nicht schlimm, geht gleich vorbei, ist nur eine zeitweise Randerscheinung, na ja man muss verstehen… oder dessen Gegenteil „in den Krieg ziehen“, bekämpfen, versuchen umzubringen.

Das Positive an dieser Strategie: immerhin war jemand so ehrlich zu sehen, dass da ein Problem existiert. Na ja, immerhin.

In der Politik ist das „nur zugeben was nachgewiesen wird und strafrechtlich Folgen hat“. Privat ist das Trennung, Wegwerfen, das Gegenteil machen… Firmen versuchen oft in den Krieg zu ziehen: Aufkaufen, verunglimpfen, Werbefeldzug – na ja, das kennt man. Das bringt etwas Luft, aber die sollte man benutzen.

Als Kind habe ich Mediziner gehasst, die den Satz „es tut bestimmt nicht weh“ vor sich her getragen haben. Jetzt finde ich es nachdenkenswert wenn in Krisenzeiten Forschungsbudgets gekürzt, beim Klopapier gespart und (ja das gibt es) die Verkaufsmannschaft halbiert wird. Hauptsache die Bonus-Kennzahl stimmt? Ist nur ein unbewisener böswilliger Verdacht.

3. embracing

„If you go through hell, keep going – Source unknown“. Wir haben ein Problem und wir stellen uns diesem. Gehört haben Sie diesen Satz sicher schon – wenn er auch rechtzeitig und mit Konsequent gesprochen wurde gratuliere ich. Die Umweltvorschriften bringen sicher Probleme in manchen Firmen – nach einiger Zeit haben diese Firmen die Lösungen erfolgreich verkauft! In vielen Untersuchungen wird erwähnt, das die resilientesten Menschen(Firmen) diejenigen sind,die auch etwas positives in der miesesten Situation finden. Und diese lernen Wesentliches, und dieses Wesentliche ist zumeist dann ein Alleinstellungsmerkmal. Man kann wirklich in Allem etwas positives erkennen, oft allerdings erst im Nachhinein. Aber auch diese Erwartung ist positiv.

Das hat viel mit Ehrlichkeit zu tun: Ehrliches ansprechen des Problems vor den Mitarbeitern und auch dazu sagen, dass man unsicher ist? Dazu braucht es Selbstbewusstsein – oder wollen wir eine Rolle verkörpern? Das ist dann ideal für ein Engagement im Theater. Ehrlich etwas aussprechen ist ein großer Schritt – ja sicher, aber jeder der das tut wird als authentisch und Führerpersönlichkeit wahrgenommen. Es gibt aber einen zweiten Schritt: ehrlich zu sich selber sein, im Selbstgespräch im Kopf ehrlich sein.

Angst (2)

„Options become obvious when you rise above the clouds of fear —  Alan Cohen“. (Auch ein tolles Zitat für den Innovationsleiter) Was lernen wir daraus (und ist offensichtlich) Angst ist der schlechteste Ratgeber. Angst herrscht aber in vielen Familien, in vielen Firmenleitungen und in vielen Köpfen. Es gibt keinen vernünftigen Grund für Angst. Angst macht krank – Menschen und Institutionen. Wer alle diesbezüglich positiven Untersuchungen haben will … aber das kann eh keiner lesen und vielleicht ist die impact- Kennzahl niedrig…

Na vielleicht habe ich übertrieben? Na, jetzt müssen wir (ich auch) es nur noch tun.

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

PS.: dieser Artikel ist heftig beeinflusst von http://www.gangaji.org

PPS.: Life is not a maze. Life is amazing. —  Source unknown.

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Was man predigt, soll man selber auch machen?!

19. Oktober 2014

Ja, da arbeite ich an einem interessanten Projekt und ich möchte es besonders gut machen. OK, Volldampf voraus – ja und wenn etwas nicht so geht wie man sich das so vorstellt eben mehr Druck und intensives „bohren“. Wir sind keine Dünnbrettbohrer. Und dann wird die Lösung komplex, kompliziert aber es ist das Konzept. Der letzte Satz wäre ja noch ein Happy End – so war es aber nicht – ich bin mit voller Geschwindigkeit (im übertragenen Sinne) in eine Betonmauer (voll ausgehärtet) gefahren.

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Roland Reinkober pixelio.de

Das Geschenk war (das sieht man aber erst nachher) das absolut nichts mehr ging, der Lösungsweg war mehr als komplex, irgendwo war ein Kurzschluss, am Labortisch waren hunderte Leitungen. Und dann passierte, was so eben passiert ich habe die Nerven weggeworfen. Und das, wie oben angesprochen, war das Geschenk – ich habe über andere Wege nachgedacht. Und da war so einfach vor mir die einfache Lösung. Also warum nicht gleich?

Irrtümer und Misskonzepte passieren; wir sind eben Menschen und darüber kann uns kein Stage-Gate-Prozess und keine Beratungsfirma helfen. Wenn Sie der innovative Problemlöser sind wissen es die „Anderen“ natürlich besser – allerdings erst im Nachhinein. Aber wenn es der Chef ist, sollte man darauf nicht allzu sehr hinweisen.

Meine Schlussfolgerung oder mein Lernschritt:

  • sich selber, durch überhöhten Anspruch, Stress machen ist völlig blöd (den Stress machen uns oft genug die „Anderen“)
  • Pause und Wochenende machen – etwas anderes denken, aus dem bohren dicker Mauern herauskommen
  • macht Ihnen (mir) ein Lösungsweg keine Freude mehr – Pause – was gibt es sonst noch für Wege

Seien Sie gescheiter und viel Erfolg

Gottfried Schaffar

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Innovationsmethoden

29. Juni 2014

Werfen Sie doch einen Blick auf

http://urbanmobilityberlin.com/2014/06/11/they-must-unite-taxi-protest-against-uber/

das ist interessant, aber scrollen Sie etwas weiter hinunter zum „Billon Dollar Startup Club“. Wer und welche Firma träumt nicht von so einem Aufstieg.  Da wäre doch die Frage berechtigt „wie sind die auf diese Idee gekommen?“. Mit so genannten methodischem vorgehen oder haben die Gründer einfach unter einem Manko gelitten und auf Abhilfe gesinnt? OK, wenn man heute diese Firmengründer interviewen würde … wer gibt schon zu, dass es ein schlichter „Einfall“ war wie z.B. ungenutzte Wohnräume verwendet werden könnten.

Auch kann man einen Effekt wie bei dem Interview des 110-jährigen nicht ausschließen: Frage „Worauf führen Sie ihr langes Leben zurück?“ . Antwort „Ich weiß noch nicht, aber ich stehe mit einer Nussölfirma in Verhandlung“.64214_web_R_K_by_Jerzy_pixelio.de

Menschen wollen etwas tun um etwas zu erreichen. Das ist sicher OK und gut und richtig. Sollte man nicht in den dicken Innovations-Büchern, gefüllt mit Statistik, in einem Nebensatz einmal erwähnen, dass es auch einfach Einfälle – so einfach plötzlich – gibt? Aber die gibt es nur wenn wir nicht irgendeinem Ziel hinterher hecheln – Einfälle „fallen“ in der Ruhe.

Aber Mist … „Ruhe“ kann man nicht verrechnen – oder?

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

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Stress, Innovation und Kreativität

2. März 2014

Sind wir doch ehrlich, wir sind es die mit dem Stress umgehen oder daran zerbrechen. Neben der Frage ob es „das Alles wert ist“ und der Frage ob die 14te Personaleinsparung in der Firma fair war (Sinn macht?),  sollten wir uns in den Spiegel schauen und nachdenken ob da nicht schon das rote Tank-Leer-Lämpchen blinkt? Wenn wir in dieser Situation so weiter tun wie bisher … na ja die Lemminge zeigen uns wie das ausgeht.

Rainer Sturm pixelio.de

Rainer Sturm pixelio.de

Hier mein Rezept:

Phase eins: man (ich) glaubt, dass Organisation und Technologie im Außen etwas ändert. Das will uns die Industrie und die Berater glauben machen. Klar, ein Seminar hilft vielleicht – aber zum Großteil, weil Sie von der Firma weg sind? Ein neues App um die eingehenden Anfragen vor zu sortieren… na ja. Sicher ist auch (klinisch nachgewiesen), dass Vitamin B Komplex, Spurenelementekomplex, Magnesium, Vitamin C und Bioflavonoide bei der Stresstoleranz helfen. Und das sind alles körpereigene Substanzen die man eben etwas nachfüttert – nichts „chemisches“ an sich.

Phase zwei: fragen Sie sich grundsätzliche Dinge wie „was mache ich alles, um bei Anderen eine gute Meinung zu ernten?“. Also mit anderen Worten „Bin ich abhängig von der guten Meinung Anderer?“. Da kann man viel Stress selber produzieren: wir kaufen etwas, um gut da zu stehen, wir machen etwas um gelobt zu werden,… Und wir machen nichts, wo wir den Eindruck haben, das ist es was ich tun sollte. Das Bedürfnis haben etwas Bestimmtes zu tun, nennt man altmodisch Lebensaufgabe.

Phase drei: ich will mit mir ins Reine kommen. Da hilft nur Kommunikation mit sich selbst – wer sonst weiß, was Sie tun wollen? Und mit Kommunikation mit mir selbst meine ich keine Geschichten aus der Vergangenheit die man sich selbst erzählt, sondern einmal Ruhe. Ruhe in der Form von ruhig sitzen, in der Form von Gedanken beruhigen in der Form einer Ehrlichkeit die sehr nackt „klingt“ – ehrlich mit sich selber. Viele Menschen fürchten sich vor dieser Phase – es könnte etwas herauskommen das Unruhe unter Kollegen oder der Familie hervorruft: Kündigung, Berufswechsel, Scheidung eben alles. Diese innere, meditative, stille Dialog führt weiter – sicher!

Phase vier: tun Sie es! Geben Sie Hindernissen den richtigen Namen – nämlich Ausreden. Erst muss ich genug Geld haben, erst muss ich geschieden sein, erst muss ich „denen“ das heimzahlen… Nonsenses! Von Wayne W. Dyer habe ich den Ausspruch „die Garantie für Erfolg ist, wenn  die Liste dessen was Sie nicht für die Erreichung Ihres Ziels tun wollen, leer ist“.

Unter Stress kann niemand kreativ oder innovativ sein. Wenn Sie kreativ sein wollen, dann müssen Sie etwas dafür tun!

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

PS.: in meinem Buch (rechts), habe ich diesem Thema breiten Raum gegeben.

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Lachen als Innovationsansatz

9. Februar 2014

Wann haben Sie in der Firma das letzte Mal laut gelacht? War Ihnen das dann peinlich? Wann hat Ihr Vorgesetzter das letzte Mal laut gelacht? – Blöde Frage?

Lachen löst den Stress auf und für kurze Zeit können Sie an keine Probleme denken! Und wann kommen die Lösungen? Beim Zermartern des Kopfes nach Lösungen? Nein – wenn Sie nicht daran denken! Ist doch wahr – im Normalfall auf der Firmentoilette.

Außerdem hat Lachen noch viele andere Vorteile:

  1. Lachen baut Stress ab.
  2. Lachen erzeugt Sympathie.
  3. Ein lachender Mensch wird attraktiver empfunden, als einer mit ernster Miene.
  4. Der Körper schüttet beim Lachen Glückshormone aus. Die ausgeschütteten Endorphine wirken entzündungshemmend und schmerzstillend.
  5. Lachen regt die Verdauung, den Stoffwechsel an.
  6. Mehrere Studien kamen zum Ergebnis, dass es bei Menschen, die häufig lachen, seltener zu einem Herzinfarkt und zu Depressionen kommt.
  7. Lachen baut Spannungen und Hemmungen ab.
  8. Regelmäßiges Lachen stärkt das Immunsystem.
  9. Eine Minute Lachen soll wie 10 Minuten Joggen oder 45 Minuten Meditation wirken.
  10. Lachen erhöht den Sauerstoffaustausch im Gehirn und steigert dadurch die Konzentrationsfähigkeit.
  11. Lachen entspannt und steigert das Wohlbefinden.
  12. Lachen schafft Nähe zu Menschen.

(Aufzählung zitiert nach http://www.zeitblueten.com/news/lachen-wirkungen/)

Faktum ist doch das Kinder viel kreativer sind als Erwachsene – sie lachen auch 400 Mal häufiger als Erwachsene …

Wie wäre ein Lachtrainer oder ein Lachseminar für die Firma? Oder noch einfacher als Startpunkt: ersuchen Sie den Kollegen, der beim Heurigen immer die Witze erzählt, diese auch in der Firma zu erzählen. Oder als Besprechungsregel: alle 30 Minuten eine Witz / Lachen?

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

Die Idee zu diesem Beitrag kommt von diesem Blog http://zentao.wordpress.com/2014/02/03/16697/

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Stress, Hetzerei und Innovation

26. Januar 2014

Wenn es in Ihrer Abteilung (Großraumbüro?) üblich ist immer sichtbar busy zu sein, ist es schwierig innovative Aktionen zu setzten. Ich gebe zu, diese Tatsache wird nicht gerne kommuniziert, das gängige Idealkonzept des super Mitarbeiters ist der schaumschlagende, im Laufschritt bewegende Angestellte (OK, ich werde ironisch – Entschuldigung).

Um innovativ zu sein, muss man(n) kreativ sein. Kreativ sein heißt aber einfach einen Gedanken haben, den vorher niemand hatte – oder? Wenn Sie nun einen solchen Einfall haben wollen, passiert das nicht wenn Sie unter Stress Ihre Emails beantworten. Warum – ganz einfach – ein kreativer Einfall entsteht nur im Zwischenraum zwischen zwei Gedanken, im entspannten Zustand. Dauerstress und heftiges Arbeiten in Routine ist also Gift. Ist das nicht ein schönes Gesetz?

Was also tun?

  1. Drehen Sie in der Früh, wenn Sie ins Büro kommen, nicht den Computer auf. Der Bildschirm wird immer als Aufforderung zum Tun interpretiert. Tun Sie nicht – nehmen Sie ein altmodisches Blatt Papier und „träumen“ Sie Projekte, lassen Sie den Bleistift tun, fantasieren Sie – nein, nein keine ToDo- Listen schreiben, seien Sie kreativ mit dem Stift. Dann sind Sie auf Empfang für kreative, innovative Ideen.
  2. Die Blitzentspannung: Atmen Sie langsam, genussvoll und „luxuriös“ ein und stellen Sie sich dabei vor, wie sich Ihr Brustkorb auch am Rücken erweitert und dann atmen Sie die Luft wieder langsam aus (Methode gelernt von Christiane Northrup – die weltweit bekannteste Gynäkologin). Diese Atmung aktiviert im Bauch das vegetative Nervensystem und Sie sind auf Ruhe, Erholung, Schonung und Reparatur umgestellt. Ich würde sagen, machen Sie das zumindest 1 Minute (6 bis 10 solche Atemzüge)
  3. Kaufen Sie sich ein „emWave2“ – ein kleines Gerät das Ihre Stressempfindlichkeit reduziert und Ihre Kreativität steigert – echt!
    emWave2

    emWave2

    Ich verwende es auch und finde es ist wirklich empfehlenswert – die 180€, so finde ich, waren gut angelegt. Es gibt dutzende wissenschaftliche Untersuchungen mit diesem kleinen Ding. Die schlechte Nachricht: Sie müssen damit üben – besitzen alleine reicht nicht. Aber ein Laufband das herumsteht verbessert ja auch nicht Ihren Kreislauf.

  4. Aktiv „nicht denken“. Das kann man mit diversen Meditationsbüchern lernen, oder es einfach ausprobieren – machen. Das Buch, das mir hier sehr weitergeholfen hat, ist „Getting in the Gap“ von Wayne W. Dyer (und ignorieren Sie den Untertitel)

Wenn Sie auch nur 3 von diesen 4 Möglichkeiten praktizieren, sind Sie dort, wo Sie jetzt schon gut sind und nachher unschlagbar.

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar
Forschungsinstitut für technische Physik
„wir messen, was andere nicht schaffen“

Dieser Artikel ist mein Beitrag zur #blog2change – Parade von www.inknowaction.com

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Ermutigen?

23. November 2013

Da ist wieder ein beeindruckender Kurzartikel von Karin Bauer im Standard:

Ermutigen statt Erbsen sortieren, Karin Bauer

Aus dem Belohnen und Bestrafen in das Ermutigen und Inspirieren kommen, fordert Hirnforscher Gerald Hüther Jemand, der mit seinem Leben zufrieden ist, sagt der prominente Hirnforscher Gerald Hüther, der gut in eine Gemeinschaft eingebettet ist, der seine Potenziale entfalten kann und von anderen geschätzt ist, braucht keine maximalen Renditen.KarinBauer#100
Das freut Finanzberater und ihre Klientel nicht recht. Aber auch sie buchen Hüther – der Deutsche ist derzeit in Österreich in Sachen neue Schule gegen das Eintrichtern und Bewertet-Werden, gegen die Schule als Erbsensortieranlage unterwegs – für Vorträge und Seminare, weil er für etwas steht, das eine große Sehnsucht ist: mit der Dressur der Menschen (auch in Unternehmen) Schluss zu machen, aus dem Belohnen und Bestrafen in das Ermutigen und Inspirieren zu kommen.
Weil er sagt, was dagegen zu tun ist, dass Menschen mit dem Gefühl herumlaufen, nichts wert zu sein. Etwa in den auf reibungslose Effizienz getrimmten Konzernen. Und die ahnen auch schon, irgendwie anzustehen … (Karin Bauer, STANDARD, 9./10.11.2013)

Siehe auch http://www.kulturwandel.org/

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Ja, um innovativ, kreativ und erfolgreich zu sein ist das alles Grundvoraussetzung. Aber wie macht man das? Am 17.11.2013 war auf Ö1 in der Sendung „Erfüllte Zeit“ auch Franz Küberl zu Gast und hat so nebenbei fallen gelassen „Menschen wichtig nehmen weil sie existieren“. Das ist es doch – oder? Aber dazu müssen die beteiligten auch Zeit haben und gewillt sein sich aufeinander einzulassen. Das Abstruse und völlig unlogische an dem Terror der in vielen Firmen herrscht, ist die schlichte Tatsache, dass es mit Achtung und Respekt noch viel effizienter geht (schauen Sie sich eine Firma im Gemeinwohl-Netzwerk an). Der große Nachteil von Achtung und Respekt ist wohl dass man dafür keine fünfstelligen Honorare als Berater verrechnen kann.

Gehen Sie Ihren Weg. wenn es Ihrer ist sind Sie nicht nur innovativ sondern auch erfolgreich

Viel Spaß beim Durchsetzen Ihres Weges 🙂

Gottfried Schaffar

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Nein – keine Zeit, ich habe einen Termin mit mir selber

28. Juli 2013
Barbara Eckholdt  / pixelio.de

Barbara Eckholdt / pixelio.de

Die Stapel am Schreibtisch werden immer höher und man(n) weiß eigentlich nicht wo man anfangen soll. So erzielt man keine effektive Leistung, und außerdem wird immer nur das Dringende und nicht das Wichtige versucht zu „erledigen“. (Siehe natürlich The 7 Habits of Highly Effective People von Stephen R. Covey ). Normal denkenden Menschen ist das klar – aber dem Berater des Managements wohl nicht(?).

Hier hilft ein beinharter Termin mit sich selber („Darling ich bin im Kino“ – die alte Werbung). Meiner Erfahrung bringt man unter 3 Stunden Zeit nichts Effektives und Kreatives weiter. Also stellen Sie sich selber ins Outlook, ja und schreiben Sie auch „Klausur“ und warum. Trauen Sie sich, sie werden völlig überrascht sein wie viele Kollegen es ihnen nach machen. Ja und einen Lerneffekt für die Menschen die die Einsparungen toll finden ist es auch. Wenn Sie sich nicht trauen, so reden sie doch mit Ihrem unmittelbaren Vorgesetzten über die Gründe.

Ich kenne eine große Firma in der es in der Entwicklungsabteilung verboten (!) ist mehr als 3 Projekte gleichzeitig zu bearbeiten (in der Warteschlange zu haben).

Viel Erfolg

Gottfried Schaffar

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Was haben die Hussiten mit Innovation zu tun?

17. Juni 2013

Die Hussiten waren gefürchtete Kämpfer, diejenigen gegen die sie kämpften waren Söldner – zuerst Geld dann Kampf. Die Hussiten kämpften aus Überzeugung – und waren furchtbar. Sie besiegten Truppen, die eine mehrfache Stärke hatten. Solche kriegerische Geschichten gibt es wirklich häufig – überall. Nicht das ich nun plötzlich etwas Positives am Krieg finde – nein sicher nicht. Es zeigt mir nur den Unterschied zwischen Menschen die etwas aus Überzeugung machen und solchen die etwas für Geld machen.

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Viele, wenn nicht alle, Untersuchungen zeigen das Geld nicht überzeugt und nur schwach motiviert. Neulich hatten wir ein Gespräch in einer Firma in „Umstrukturierung“. Für eine Person brach die Welt zusammen. Ein analytischer Geist meinte „man darf mit einer Firma keine Liebesbeziehung eingehen“ – etwa nur so wie „Firma, ich gebe dir 8 Stunden pro Tag und ich bekomme das Gehalt…“ Ich denke, das ist einigermaßen artifiziell. Menschen brauchen eine Beziehung, aber eine Beziehung impliziert Gegenseitigkeit. In kleineren Firmen ist das einfach, da gibt es jemanden der die Firma repräsentiert, mit dem man argumentieren und reden kann.

Wenn der Aktienkurs die Firma führt, ist das rational aber herzlos – und rational ist immer herzlos. Diese Situation verbraucht extra Energie und die fehlt dann. Das vergessen die Rationalisierer (Einsparer, Kurspfleger) die mit dem Rasenmäher über die Abteilungen Menschen entlassen. Das zehrt an der ganzen Firma, das komplette Innovationspotential wird im kreativen am-Sessel-Anhalten investiert.

Engagierte Mitarbeiter wollen „Ihrer“ Firma helfen, haben eine Beziehung, verteidigen die Firma, bemühen sich und gehen durch Dick und dünn. Menschen die wie unrentable Maschinen behandelt werden, machen dann genau das was betrogene Liebesleute tun: sie hassen, holen heraus was immer geht und das buchen kreativ ihre Stunden auf unkontrollierbare Projekte.

Wirkliche Innovation in einer solchen Situation ist unmöglich. PowerPoint-Gurus wollen das nicht wahr haben. Und wenn die Firma dann in echte Probleme kommt sind sie schon bei der übernächsten Firma.

Die von mir bewunderte  Loretta LaRoche  wollte einmal ein Buch schreiben „The death of the obvious“.

Viel Erfolg in einer tollen Firma oder einen neuen Anfang … oder Sie schalten auf „rational“: hier meine Zeit und „danke“ für’s Geld am Konto.

Gottfried Schaffar